Aktuelles

Änderungen in den Förderichtlinien der KfW ab dem 01.01.2020

Die Förderung von Öl-Brennwertkesseln, Gas-Brennwertkesseln sowie Hybridheizungen als Einzelmaßnahme (151/152) wurde eingestellt. Heizungsanlagen werden für Wohngebäude seit dem 01.01.2020 als Einzelmaßnahme nur noch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Die Verwendungszwecke "Heizungspaket" und "Lüftungspaket" wurden ebenfalls eingestellt. Die Verwendungszwecke "Anschluss an Fern-, Nahwärmeversorgung" und "Optimierung des Heizungssystems" werden fortgeführt. Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus (151/430) werden Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl (z. B. Öl-Brennwertkessel) nicht mehr gefördert. Unabhängig davon müssen Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl weiterhin bei der energetischen Berechnung für ein KfW-Effizienzhaus berücksichtigt werden. Der Neubau von Wohngebäuden (153) wird nicht mehr gefördert, wenn ein Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl  (z. B. Öl-Brennwertkessel) eingebaut wird. Die Änderungen gelten für wohnwirtschaftliche Kreditanträge, die ab dem 01.01.2020 bei der KfW eingehen. Es gibt keine Änderungen der Förderung für Brennstoffzellen (433) und für die Baubegleitung (431).

Änderung bezüglich Meldepflichten zu  Energieaudits gemäß EDL-G 2019 ab dem 01.01.2020

Aktuelle Information im Jahresverlauf 2020

§ 8c EDL-G schreibt nunmehr vor, dass verpflichtete Unternehmen den Nachweis über das durchgeführte Energieaudit in Form von Daten zum Energieaudit proaktiv auf elektronischem Wege zu übermitteln haben. Dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) obliegt die Aufgabe, Stichprobenkontrollen zur Prüfung der Energieaudits durchzuführen. Werden Unternehmen mit KMU-Status zum Nachweis aufgefordert, so haben diese eine Selbsterklärung abzugeben, dass sie nicht von der Verpflichtung zur Durchführung eines Energieaudits betroffen sind. Wer entgegen seiner Verpflichtung ein Energieaudit durchzuführen, ein Energieaudit nicht, nicht richtig, nichtvollständig oder nicht rechtzeitig durchführt oder seiner Meldepflicht nicht vollumfänglich nachkommt, kann verpflichtet werden, ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 EUR zu zahlen. Zu einem Bußgeld kann ferner verpflichtet werden, wer wahrheitswidrig behauptet, ein KMU zu sein.


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­Bundesförderung für Energieberatungen für Wohngebäude

Zum 01.02.2020 tritt die „Richtlinie für die Bundesförderung für Energieberatungen von Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ in einer überarbeiteten Fassung in Kraft.

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Dies sind die wesentlichen Änderungen:

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übernimmt nun 80 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars, jedoch höchstens
  • 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und
  • 1.700 Euro für Wohngebäude mit mehr als drei Wohneinheiten.
  • Der Bauantrag bzw. die Bauanzeige für das Beratungsobjekt muss mindestens zehn Jahre zurückliegen.
  • Ist Beratungsempfänger ein Unternehmen, so handelt es sich bei der Beratungsförderung um eine De-minimis-Beihilfe. Das beratene Unternehmen hat daher gegenüber dem BAFA eine De-minimis-Erklärung abzugeben und erhält im Falle der Förderung eine De-minimis-Bescheinigung.

Wichtige Hinweise:

  • Für ab dem 01. Februar gestellte Anträge können Zuwendungsbescheide aus verwaltungsinternen Gründen erst ab dem 10. März erteilt werden.
  • Mit der Durchführung der Energieberatung darf jedoch bereits ab Antragstellung begonnen werden (ein früherer Vertragsschluss ist mit Vorbehaltsklausel – wie bisher – zulässig).

Diese Änderungen gelten für Anträge, die ab dem 01.02.2020 im BAFA eingehen.

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Neu 2021 Neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

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Mit der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“, als einem Kernelement des nationalen Klimaschutzprogramms 2030, wird die Bundesregierung ab 2021 die bestehenden Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich in einem modernisierten und vereinfachten Förderangebot bündeln. Die BEG besteht aus den drei Teilprogrammen:

  • BEG-WG (Neubau und Komplettsanierung von Wohngebäuden zum Effizienzhaus),
  • BEG-NWG (Neubau und Komplettsanierung von Nichtwohngebäuden zum Effizienzgebäude) und
  • BEG-EM (Sanierung mit Einzelmaßnahmen an Wohn- und Nichtwohngebäuden),


die jeweils in einer Zuschuss- und einer Kreditvariante angeboten werden.

Der Start der neuen BEG erfolgt dabei in zwei Stufen:

  • Zum 01.01.2021 startet die Zuschussförderung für Einzelmaßnahmen im Teilprogramm BEG EM durch das BAFA. Gefördert werden Maßnahmen an der Gebäudehülle, der Anlagentechnik, Erneuerbare Energien für Heizungen, Heizungsoptimierung sowie Fachplanung und Baubegleitung im Zusammenhang mit einer Einzelmaßnahme.

    Damit endet am 31.12.2020 die Möglichkeit zur Antragstellung in den Programmen für „Heizen mit erneuerbaren Energien“ (BAFA), Heizungsoptimierung (BAFA) und die Zuschussförderung für Einzelmaßnahmen im Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Investitionszuschuss“ (KfW 430).
     
  • Zum 01.07.2021 gehen dann BEG WG und BEG NWG – jeweils als Zuschuss- und Kreditförderung – sowie die Kreditförderung für die Einzelmaßnahmen (BEG EM) bei der KfW an den Start. Damit für den Endkunden keine Förderlücke entsteht, können bis zum 30.06.2021 noch wie gewohnt Anträge bei der KfW im Rahmen der Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ für Förderkredite für Neubau und Sanierung zum Effizienzhaus/-gebäude und für Einzelmaßnahmen (KfW 151, 152, 153, 217, 218, 219, 220, 267, 277, 278) sowie für Zuschüsse für Effizienzhaussanierungen (KfW 430) und für die Fachplanung/Baubegleitung zu Maßnahmen dieser Programme (KfW 431) gestellt werden.


Das Technologieeinführungsprogramm „Zuschuss Brennstoffzelle“ (KfW 433) wird unabhängig davon auch weiterhin als eigenständige Förderung neben der BEG bestehen bleiben.

Antragsstellung für BEG EM beim BAFA ab 01.01.2021

Das Wichtigste zum Start der neuen BEG EM am 01.01.2021:

  • Bei den Fördersegmenten „Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle“ und „Anlagentechnik“ (außer Heizung) ist für die Antragstellung und die Bestätigung nach Durchführung der Maßnahme eine Expertin bzw. ein Experte der Energieeffizienz-Expertenliste der jeweiligen Gebäudekategorie (Wohn- oder Nichtwohngebäude) erforderlich. Ab 01.01.2021 müssen damit auch für Einzelmaßnahmen an Nichtwohngebäuden eingetragene Expertinnen und Experten der Liste eingebunden werden. Neu: Bei Maßnahmen an Anlagen zur Wärmeerzeugung sowie bei Heizungsoptimierung genügt hingegen auch eine Fachunternehmererklärung.

    Für die Antragstellung sowie die technische Projektbeschreibung (TPB) stellt das BAFA auf seiner Webseite elektronische Formulare zur Verfügung. Expertinnen und Experten können hier vor Antragsstellung eine technische Projektbeschreibung (TPB) generieren. Diese stellt eine Projektbeschreibung im zuwendungsrechtlichen Sinne dar und ist vergleichbar mit der BzA (Bestätigung zum Antrag der KfW). Die ID der TPB kann anschließend zur Antragstellung verwendet werden. Bei der Beantragung der Förderung für Wärmeerzeuger und Maßnahmen zur Heizungsoptimierung ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten bzw. Expertin optional. In diesem Fall kann der Antrag ohne technische Projektbeschreibung direkt über das elektronische Antragsportal gestellt werden.
    Vor Einreichung des Verwendungsnachweises muss bei Einbindung eines Energieeffizienz-Experten bzw. einer Expertin ein technischer Projektnachweis (TPN) erstellt werden. Die TPN wird ebenfalls durch Sie als Energieeffizienz-Experten bzw. Expertin auf der Webseite des BAFA generiert. Der TPN stellt im zuwendungsrechtlichen Sinne den Nachweis des zweckentsprechenden Mitteleinsatzes dar und ist vergleichbar mit der BnD (Bestätigung nach Durchführung der KfW).
     
  • Wie auch bei der KfW benutzen Sie Ihre Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) der Expertenliste als Zugangsdaten beim BAFA, um die TPB und den TPN zu erstellen.

Weitere Informationen, u.a. zu Förderbestimmungen, Fördersätzen sowie zum Verfahren, finden Sie unter nachfolgend aufgeführten Links. Sie werden fortlaufend und zeitnah aktualisiert.

  • Hier erhalten Sie Antworten zu den häufigsten Fragen zur Einführung der BEG.
  • Hier erhalten Sie Informationen des BAFA zur BEG EM.
  • Hier können Sie die Richtlinien und Technische Mindestanforderungen (TMA) herunterladen, sobald diese im Bundesanzeiger veröffentlicht sind.

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Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN)

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Zum 01.01.2021 tritt die neue Förderrichtlinie „Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN)“ für eine qualifizierte Beratung in Unternehmen, Kommunen, kommunalen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen in Kraft. Das BMWi bündelt darin die bestehenden Richtlinien zur Förderung der „Energieberatung im Mittelstand“ und „Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen“.

Welche Beratungen stehen zur Auswahl?
Das Förderprogramm stellt folgende Beratungsmodule zur Verfügung:

  • Sanierungskonzept für Nichtwohngebäude gemäß DIN V 18599;
  • Neubauberatung gemäß DIN V 18599 mit dem Ziel eines bundesgeförderten KfW-Effizienzgebäudes;
  • Energieaudit gemäß DIN EN 16247, das Gebäude, Anlagen und Nutzerverhalten betrachtet, um Einsparpotenziale zu identifizieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz aufzuzeigen;
  • Contracting-Orientierungsberatung, mit deren Hilfe komplexe Einsparmaßnahmen überprüft und geeignete Dienstleister zu deren Durchführung gefunden werden können.

Im Rahmen einer Energieberatung müssen die Beratungsempfänger auch über die anderen Fördermöglichkeiten nach der neuen Richtlinie informiert werden sowie über die Möglichkeit zur Einrichtung eines Energiemanagementsystems.

Wie hoch ist der Zuschuss?
Wie hoch die Förderung der Energieberatung ist, hängt von dem gewählten Beratungsmodul ab:

1. Energieberatung in Form eines Energieaudits nach DIN EN 16247

  • Bei jährlichen Energiekosten von mehr als 10.000 Euro beträgt die Förderhöhe 80 Prozent, maximal 6.000 Euro.
  • Bei jährlichen Energiekosten von weniger als 10.000 Euro beträgt die Förderhöhe 80 Prozent, maximal 1.200 Euro.

2. Energieberatung für Nichtwohngebäude nach DIN V 18599

Die Förderhöhe beträgt 80 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars, maximal jedoch 8.000 Euro. Die genaue Höhe hängt von der Nettogrundfläche des betreffenden Nichtwohngebäudes (NWG) ab:

  • NWG bis 200m²: 1.700 Euro
  • NWG von 201m² bis 500m²: 5.000 Euro
  • NWG über 501m²: 8.000 Euro.

Die bisher zugrundeliegende Zonensystematik der EnEV, deren Anwendung bei der Kalkulation des Honorars problematisch war, wird durch eine klare und transparente Fördersystematik über die Nettogrundfläche ersetzt.

3.    Contracting-Orientierungsberatung

  • Bei jährlichen Energiekosten von mehr als 300.000 Euro des betrachteten Gebäudes bzw. Gebäudepools beträgt die Förderhöhe 80 Prozent, maximal 10.000 Euro.
  • Bei jährlichen Energiekosten von nicht mehr als 300.000 Euro des betrachteten Gebäudes bzw. Gebäudepools beträgt die Förderhöhe 80 Prozent, maximal 7.000 Euro.

Wer ist für die Beratung zugelassen?
Die Energieberatung muss ein qualifizierter Experte bzw. eine qualifizierte Expertin durchführen. Weitere Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen für die verschiedenen Fördermodule entnehmen Sie bitte den entsprechenden Merkblättern auf der Webseite des BAFA.

Wie erfolgt die Beantragung der Förderung?
Der Antrag für den Zuschuss ist online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen.

Energieberater und -beraterinnen können die Beantragung für den Beratungsempfänger übernehmen, wenn sie für das Förderverfahren bevollmächtigt werden. Für das Unternehmen, die Kommune oder die gemeinnützige Organisation entsteht dann weiterhin kaum Aufwand in der Verwaltung.

Für die Durchführung der Beratung haben Sie zwölf Monate Zeit. Der Zuschuss wird ausgezahlt, wenn innerhalb von drei Monaten nach Abschluss der Beratung die entsprechenden Verwendungsnachweisunterlagen eingereicht wurden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm, einschließlich diverser Merkblätter, stellt das BAFA ab dem 01.01.2021 auf seiner Homepage zur Verfügung.

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Anpassungen der Energieeffizienz-Expertenliste und Antragsberechtigungen, was ändert sich für Sie als eingetragene Expertinnen und Experten?

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Die Bezeichnung der Eintragungskategorien der Expertenliste werden Anfang 2021 angepasst. Wir werden Sie dazu zu einem späteren Zeitpunkt gesondert informieren.

Wichtig ist dabei: Die eingetragenen Experten und Expertinnen der jeweiligen Kategorien „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ bzw. „– Nichtwohngebäude“ erhalten automatisch die Berechtigung für die BEG EM beim BAFA (jeweils für Wohn- oder Nichtwohngebäude). Hierfür müssen Sie nicht aktiv werden. Sie behalten darüber hinaus die Berechtigung für die „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ bzw. „– Nichtwohngebäude“ Programme der KfW, die parallel zur BEG EM weiterlaufen.

Auch die Bezeichnung der Kategorien im Bereich der Energieberatung für Nichtwohngebäude wird angepasst werden.

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